Stefan Stehle

ePoints: 150
Novice

Aktivitäten

Die Aktivitäten von Stefan Stehle

Lehrvideo "Prozessuales Verhalten vor Gericht"
Anerkannt
ePoints: 150
01.02.2019
Scenario: Lehrveranstaltungskonzeption

Projektziel: Die Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl existiert seit nunmehr 40 Jahren. Dennoch klafft bis heute im Curriculum eine empfindliche thematische Lücke: Die Studierenden wurden bisla...ng nicht darin geschult, wie sie sich auf eine mündliche Verhandlung vor Gericht vorbereiten und in der mündlichen Verhandlung selbst vor Gericht verhalten müssen. Ziel des Projekts war es, ein Lehrvideo zu produzieren, das den Studierendem am Ende ihres letzten (= sechsten) Semesters gezeigt werden kann (in der Vorlesung „Verwaltungsrechtliche Kernkompetenzen“), und das in unterhaltender Form die genannten Wissensdefizite beseitigt. Projektmaßnahmen: In einem ersten Schritt musste ein Drehbuch geschrieben werden. Dazu waren folgende Überlegungen nötig: Welche prozessualen Probleme sollen vermittelt werden? Und welcher Prozessstoff eignet sich für diese Vermittlung? Letztlich wurde folgende Lösung gefunden: Anhand des sog. Zwergenweitwurf-Falls (ein realer Fall, entschieden vom VG Neustadt, Beschluss vom 21.05.1992, Az. 7 L 1271/92, NVwZ 1993, 98) sollten die praxisrelevantesten prozessualen Probleme geschildert werden. Dazu sollte der Fall (genauer: die zugehörige mündliche Verhandlung) nachgespielt werden – immer wieder unterbrochen durch „Erklärerszenen“, in denen die jeweilige prozessuale Problematik rechtlich eingeordnet und erläutert sowie auf weitergehende Probleme verwiesen wird. In einem zweiten Schritt mussten zahlreiche Mitstreiter gefunden werden – Studierende und Professoren, die bereit waren, als Schauspieler Rollen zu übernehmen oder als Techniker zu fungieren, um Beleuchtung, Ton, Videoaufzeichnung und schließlich den Schnitt zu besorgen. Gedreht wurde dann im Herbst/Winter 2015 – u.a. am Verwaltungsgerichtshof Mannheim, der uns freundlicherweise einen Verhandlungssaal für einen ganzen Tag zur Verfügung gestellt hat. Schließlich musste der Schnitt besorgt werden. Dies erwies sich als weit aufwendiger als ursprünglich gedacht (das lag nicht zuletzt an den zahlreichen Texteinblendungen, für die wird uns entschieden, um die Erklärerszenen zu unterlegen und das Verständnis der prozessualen Probleme zu erleichtern). Projektergebnisse / Projekterfahrungen: Das Ende 2014/Anfang 2015 fertiggestellte Video ist ein voller Erfolg geworden. Es konnte im Verlauf des Januar 2015 den Sechstsemestern erstmals gezeigt werden. Es ist im Ergebnis gelungen, durch das 55minütige Video eine allerletzte Wissenslücke zu schließen, um unsere Studierenden nunmehr auch in diesem Punkt ausreichend vorbereitet in die Praxis entlassen zu können. Es handelt sich (im Vergleich zur gewöhnlichen Vorlesung) um eine deutlich praxisnähere, viel anschaulichere und vor allem kurzweiligere Vermittlungsmethode. Zusätzliche Informationen / Nächste geplante Schritte: Die Erstellung des Videos erwies sich als deutlich arbeits- und zeitintensiver als ursprünglich gedacht. Allein das Erstellen des Drehbuchs (und dessen inhaltliche Abstimmung mit den Beteiligten in einem iterativen Verbesserungsprozess) nahm mehrere Wochen in Anspruch. Enorm war auch der logistische und v.a. der technische Aufwand, der betrieben werden musste, um das Video zu erstellen. Die technische Seite konnte von uns nur deshalb rein mit hochschulinternen Kräften und Mitteln geschultert werden, weil mit „Aula-TV“ und „Office-Radio“ schon seit vielen Jahren das technische und personelle Equipment vorhanden ist, um Ton- und Filmaufnahmen einigermaßen professionell bewerkstelligen zu können. Unter anderem konnten wir auf einen ausgebildeten Fernsehtechniker zurückgreifen, ohne den das Projekt nicht hätte verwirklicht werden können. Hochschulen, die über derartige Vorerfahrungen und die notwendigen Ausstattung nicht verfügen, werden nicht umhin kommen, entsprechende externe Expertise „einzukaufen“. Das gilt insbesondere auch für den Schnitt, der ganz am Ende zu besorgen war. Glücklicherweise verfügte die Hochschule bereits über eine semiprofessionelle Schnitt-Software, die für das Videoprojekt genutzt werden konnte. Dennoch muss abschließend festgehalten werden, dass das von uns produzierte Video (das schließlich den Titel „Prozessuales Verhalten vor Gericht" erhielt) das aufwendigste Video darstellt, das von der Hochschule Kehl bislang produziert wurde. Das Video kann über diesen Link angesehen werden: https://www.youtube.com/watch?v=hoHMWhm866k

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Evaluator: Linda Esch

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