Isabel Steinhardt

ePoints: 268
Novice

Aktivitäten

Die Aktivitäten von Isabel Steinhardt

Lehrveranstaltungskonzeption zum Seminar "Digitale Praktiken"
Anerkannt
ePoints: 20
15.07.2020
Scenario: Lehrveranstaltungskonzeption

Ziel des Seminars "digitale Praktiken" war es die Methode der Autoethnographie zu erlernen, das theoretische Konzept sozialer Praktiken und digitaler Praktiken zu verstehen und dadurch Methoden-, Anal...yse- und Reflexionskompetenzen zu erwerben. Die Autoethnographie soll im Seminar genutzt werden, um die eigenen Praktiken in Bezug auf die Nutzung digitaler Technologien zu sammeln, aufzuschreiben und zu reflektieren. Praktiken sind dabei Handlungsweisen die bewusst als auch automatisch, also nicht reflektiert, ablaufen. Da es sich um ein online-Seminar handelte hatte ich beschlossen keine Seminarzeiten festzusetzen. Der Vorteil eines online-Seminars ist es ja gerade, dass die Arbeit und Kommunikation nicht an spezifische Zeiten gebunden sein muss. Das Seminar war in zwei Phasen eingeteilt. In der ersten Phase stand die Erhebung von autoethnographischem Material im Zentrum. Die Studierenden haben 18 Tagebuchaufzeichnungen erstellt, die bei Mahara (ein Portfolio-Tool) eingestellt wurden. Für die Nutzung von Mahara wurde ein Einführungsvideo von mir erstellt und via moodle zur Verfügung gestellt. Gerahmt war diese Phase von Peer-Feedback und Kommentierung durch die Seminarleiterin. In der zweiten Phase wurde vermittelt was Praktiken sind und die Studierenden haben auf Grundlage aller Tagebucheinträge in Gruppe eine dichte Beschreibung einer digitalen Praktik verfasst. Die dichte Beschreibung wurde ebenfalls durch Peer-Feedback, Sprechstundenterminen via Live-Chats und Kommentierung durch die Seminarleiterin gerahmt. Reflexion: Das Seminar hat in seiner Struktur sehr gut funktioniert und es sind sehr gute dichte Beschreibungen entstanden. Mir als Seminarleiterin war es zudem möglich individuelle Hilfestellungen zu geben und die Lehre studierendenfokussierter durchzuführen, als dies in einem analogen Seminar möglich gewesen wäre. Allerdings war das Seminar sehr zeitintensiv (v.a. durch die dauerhafte Kommentierung der Tagebucheinträge und dichten Beschreibungen). Solche zeitintensiven Seminare sind leider in den momentan gegebenen Strukturen von Universitäten (mit dem Primat der Forschung) für die Karriere nicht förderlich und werden deshalb viel zu wenig angeboten, obwohl der Mehwert für und Kompetenzgewinn bei Studierenden sehr groß ist.

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Anleitung Bibliometric Literature Review
Anerkannt
ePoints: 30
15.07.2020
Scenario: Mediale Unterstützung einer Lehrveranstaltung

Das Verfahren "Bibliometric Literature Review" wurde von mir bereits mehrfach selbst angewandt und auch Studierenden in Seminaren beigebracht. Aufgrund der Besonderheit des Corona-Semesters war es mei...nem Kollegen Christian Schneijderberg nicht möglich das Verfahren in seinem Seminar den Studierenden analog zu vermitteln, weshalb er mich gefragt hat, ob ich ihn bei der Entwicklung einer Anleitung unterstützen könnte. Daraus ist die Idee entstanden diese Anleitung über meinen Blog frei zugänglich zu machen, so dass mehr Studierende und auch Promovierende davon profitieren können. Das Entwickeln dieser Anleitung war ein spannendes Experiment, da es aufzeigt, wie kleinteilig und ausführlich sie gestaltet sein muss, damit die Verfahrensschritte nachvollzogen werden können. Den Arbeitsaufwand habe ich dafür unterschätzt. Gleichzeitig sollte die Anleitung einfach gehalten werden und möglichst leicht nutzbar zu sein (z.B. auch mit veralteter Technik), weshalb wir uns dafür entschieden haben die Anleitung in drei PDFs aufzuteilen und in den Blog einzubettet. Alle drei PDFs sind auch herunterladbar. Zudem wurde die Anleitung bei Zenodo unter eine freie Lizenz gestellt, so dass sie nachnutzbar ist.

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Blogbeiträge bei: Sozialwissenschaftliche Methodenberatung
Anerkannt
ePoints: 88
07.02.2019
Scenario: Verfassen eines Blogbeitrags

Das von mir entwickelte Blog "Sozialwissenschaftliche Methodenberatung" enthält mittlerweile 38 Beiträge. Im Folgenden möchte ich die Beiträge evaluieren lassen, die sich gezielt auf Fragen aus Method...enberatungen beziehen und als direkte Hilfestellung für Studierende und Promovierende gedacht sind. Im Durchschnitt benötige ich einen Arbeitstag, um solch einen Blogbeitrag zu konzipieren, zu recherchieren und zu schreiben. Die Blogbeiträge sind: 1. Intra- und Intercoderreliabilität 2. Varianten Qualitativer Inhaltsanalyse 3. Mixed-Method und Triangulation 4. Qualitative Analyse offener Fragebogenfragen 5. Passung Methode und Untersuchungsgegenstand 6. Portfolio als Daten 7. Leitfadenerstellung bei ExpertInneninterviews 8. Samplingverfahren 9. ExpertIn oder BetroffeneR? 10. Intervieweinstieg und Einstiegsfrage 11. Unterschiede zwischen Fokusgruppe und Gruppendiskussion

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Evaluator: Martin Rademacher

Sozialwissenschaftliche Methodenberatung: Blog mit Beiträgen zu qualitativen sozialwissenschaftlichen Methoden
Anerkannt
ePoints: 80
07.02.2019
Scenario: Verfassen eines Blogbeitrags

Im Laufe meiner Tätigkeit als Beraterin für qualitative Methoden des „Kompetenzzentrum für empirische Forschungsmethoden“ der Universität Kassel begegneten mir immer wieder die gleichen Fragen. Deshal...b habe ich das Blog gestartet, um die in den Beratungen individuell gestellten Fragen und gegebenen Antworten allgemein zugänglich zu machen. Dadurch, so meine Hoffnung, soll Wissen einem breiteren Publikum zugänglich werden. Ziel ist es Fragen zu sammeln und verständliche Antworten zu geben. Das Blog soll erste Antworten liefern und auf Artikel, Bücher oder Zeitschriften verweisen, die Informationen enthalten, um methodische Probleme zu lösen. Da ich vorher noch kein Blog hatte, musste ich mich grundlegend in die Thematik einarbeiten, d.h. welchen Anbieter nutze ich, wo docke ich das Blog an, welches Tool verwende ich. Und vor allem hat es Zeit gedauert mir über das inhaltliche Konzept klar zu werden und das Blog aufzubauen.

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Evaluator: Martin Rademacher

Kollaborativ online-Interpretieren
Anerkannt
ePoints: 50
04.02.2019
Scenario: Sonstiges

Im Zuge des Fellow-Programms Freies Wissen und innerhalb des Forschungsprojektes „Nutzung digitaler Medien und Habitus von Studierenden“ wurde das Tool kollaborativ online-Interpretieren (KolloIn) ent...wickelt. Damit sollten drei Ziele erreicht werden: 1) Zu ermitteln, ob das Tool funktional ist, 2) herauszufinden, ob es grundsätzlich möglich ist, online hermeneutisch zu interpretieren und ob es zu kollaborativen Elementen kommt, 3) zu untersuchen, ob sich inhaltliche Unterschiede zwischen der online-Interpretation und einer realen Interpretationsgruppe zeigen. Bevor ein Fazit in Bezug auf diese drei Ziele gezogen wird, möchte ich zunächst noch einige deskriptive Angaben zur Nutzung des Tools KolloIn machen: Das Tool wurde über Twitter, die Mailingliste QSF-Liste zu qualitativen Methoden, das Netzwerkportal Qualitative Sozialforschung und über persönliche Ansprache beworben. Es haben sich insgesamt 26 Personen in das Tool eingeloggt, davon haben acht Personen auch eine Interpretation bei einer der acht eingestellten Sequenzen abgegeben. Für eine der acht Sequenzen wurde keine Interpretation abgegeben. Im Schnitt haben zwei bis drei Personen eine Sequenz interpretiert. Von den acht Personen waren fünf weiblich, zwei männlich und eine Person hat keine Angaben gemacht. Alle Personen waren wissenschaftliche Mitarbeitende oder arbeiten an ihrer Promotion, eine Person hat bereits ihre Promotion abgeschlossen. Die Personen waren zwischen 29 und 51 Jahren alt. Zu 1.) KolloIn wurde auf Basis des Tools CorA aufgebaut (eine genaue Beschreibung findet sich hier). Intention war dabei ein möglichst einfaches Tool zu entwickeln, das auch ohne Kenntnisse interpretativer Verfahren genutzt werden kann. Entsprechend gab es eine Funktion zum Interpretieren und eine Funktion zum Diskutieren anderer Interpretationen. Eine Diskussion der anderen Interpretationen war dabei erst möglich, wenn selbst eine Interpretation abgegeben worden war, damit die eigene Interpretation nicht von anderen Interpretationen beeinflusst würde. Bevor das Tool KolloIn für die Öffentlichkeit zugänglich war, wurde es von fünf Personen getestet, was sehr zur Funktionalität des Tools beigetragen hat. Insgesamt zeigte sich, dass es keine gravierenden Probleme bei der Interpretation gab. Einziger Schwachpunkt ist, dass keine Zwischenspeicherung vollzogen wird, das heißt, wenn bei der Interpretation die Internetverbindung abbricht, dann wird die eingegebene Interpretation nicht gespeichert. Sinnvoll ist es deshalb eingeloggt zu bleiben. Zu 2.) Bei den Interpretationen zeigte sich, dass die drei Personen, die mir persönlich bekannt sind, häufiger an der Interpretation teilgenommen haben, als Personen, die keinen persönlichen Bezug zu mir haben. Da der Versuch auch darauf abzielte zu ermitteln, ob sich überhaupt „fremde“ Personen beteiligen, bewerte ich den Versuch aber als sehr erfolgreich. Gezeigt hat sich, was auch aus anderen Partizipationserfahrungen bekannt ist, dass die Motivation „einfach so“ an solch einem Projekt teilzunehmen relativ gering ist. Zudem wurden von mir keine Anreize gesetzt, sondern allein auf die intrinsische Motivation abgezielt. Für eine weitere Nutzung des Tools KolloIn wäre deshalb zu überlegen, wie Anreize zur Teilnahme geschaffen werden können, beispielsweise durch die Möglichkeit selbst Interpretationsmaterial einbringen zu können. Oder ob es sinnvoll sein kann eine dauerhafte online Interpretationsgruppe aufzubauen. Als nächster Schritt wird KolloIn durch mich in einem Seminar eingesetzt, um zu testen, ob Studierenden mittels KolloIn Interpretationstechniken beigebracht werden können. KolloIn war so aufgebaut, dass es auch möglich war die Interpretationen der anderen Teilnehmenden zu kommentieren. Diese Funktion wurde aber nur einmal wahrgenommen. Das heißt es fand eher ein „nebeneinenaderinterpretieren“ statt, als ein miteinander interpretieren. Dies stellt einen großen Unterschied zwischen Onlinegruppe und realer Interpretationsgruppe dar. Zu 3.) Um zu ermitteln, ob sich die online-Interpretationen von Interpretationen unterscheiden die in einer Realgruppe gemacht werden, wurde durch mich eine Interpretationsgruppe mit Studierenden initiiert. Diese Realgruppe besteht aus vier Studierenden, drei Frauen und einem Mann, wovon zwei Psychologie, einer Soziologie und eine Studierende Lehramt studieren. Das Altersspektrum ist zwischen 24 und 36 Jahren. Damit ist das Alterspektrum etwas geringer, für eine Studierendengruppe aber sehr breit. Unterschiedlich sind die Gruppen in Bezug auf Studienabschluss (alle Personen der Onlinegruppe haben mindestens einen Master- bzw. Magister-/Diplomabschluss). In Bezug auf die Interpretationen zeigen sich zwei Unterschiede: Erstens waren die Interpretationen der online-Gruppe in Bezug auf digitale Medien reichhaltiger und differenzierter. Dies könnte an einer tieferen Beschäftigung mit dem Thema digitale Medien bei den Interpretierenden liegen, sowie daran, dass die Personen aus unterschiedlicheren Zusammenhängen kommen als die Studierenden einer Universität. Hier könnte die methodische Annahme, dass es zu reichhaltigeren Interpretationen kommt, wenn die Interpretierenden aus möglichst unterschiedlichen sozialen Milieus, Altersstufen und Zusammenhängen kommen, bestätigt werden. Hier bedarf es aber noch einer fundierteren Analyse meinerseits. Zweitens zeigten sich gerade in der Analyse der ersten beiden Sequenzen des Interviews die meisten Unterschiede zwischen den Gruppen. So setzte sich die Onlinegruppe kritisch mit der Einstiegsfrage auseinander und leitete ab, dass diese nicht optimal gestellt war. Diese kritische Auseinandersetzung erfolgte in der Realgruppe nicht, was daran liegen kann, dass hierarchische Strukturen (Wissenschaftliche Mitarbeiterin vs. Studierende) gegeben sind. Auch wenn es sich bei der Interpretationsgruppe um ein freiwilliges Zusatzangebot ohne Vergabe von Leistungspunkten handelt und ich in der Interpretationsgruppe mit den Studierenden versuche die Machtstrukturen so gering wie möglich zu halten, sind Machtstrukturen allein aufgrund der Konstellation vorhanden. Diese Problematik herrscht bei einer Onlinegruppe nicht vor, was von Vorteil ist, da alle Interpretationen gleichberechtigt und nicht durch informelle Machstrukturen beeinfluss sind. In diesem Beitrag können nur erste Einblicke in den Versuch KolloIn gegeben werden, eine weitere differenziertere Auseinandersetzung mit dem Material wird folgen. Freuen würde ich mich sehr, wenn das entwickelte Tool auch von anderen eingesetzt würde! Eine ausführliche Anleitung zum Nachbau und Nachnutzung findet sich auf der Seite: www.sozmethode.de.

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Evaluator: Martin Rademacher

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